Jojobaöl für die Haut

Jojobaöl für trockene, fettige, unreine Haut & bei Narben

Author

Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 12 minutes, 48 seconds

Letzte Änderung: 08.03.2020.

Mit den vielseitigen natürlichen Pflegeeigenschaften von Jojobawachs können wir unsere Haut optimal bei ihren umfangreichen Funktionen unterstützen und vor negativen Einflüssen schützen, egal ob wir fettige, trockene oder unreine Haut haben.

Mit den vielseitigen natürlichen Pflegeeigenschaften von Jojobawachs können wir unsere Haut optimal bei ihren umfangreichen Funktionen unterstützen und vor negativen Einflüssen schützen, egal ob wir fettige, trockene oder unreine Haut haben. Die Beschaffenheit unserer Haut ist genetisch festgelegt, sie ist abhängig von Alter und Geschlecht, Ernährung und Umwelteinflüssen. Sie verändert sich bei Krankheit und im Alter.

Die Inhaltsstoffe des Jojobaöls helfen auf sehr vollständige Art und Weise, die Haut und Ihre Funktionen zu schützen und so einiges, wie z.B. kleine Fältchen, Fissuren usw. kann Jojobaöl reparieren. Es bindet Feuchtigkeit und erhöht die Spannkraft der Haut. Das Vitamin A, auch Beta-Carotin, regeneriert und baut Zellen auf, Vitamin E mit seiner antioxidativen Wirkung, vernichtet freie Radikale.

Produktempfehlung

Wenn Sie Jojobaöl auf die Haut auftragen möchten, sollten Sie sicherstellen, dass es sich um ein reines und vor allem frisches Jojobaöl handelt.

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Trockene Haut

Trockene Haut entsteht meist durch eine geringe Fettproduktion der Talgdrüsen und einen schlecht funktionierenden Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Ursachen dafür können die genetische Veranlagung, Alter, mangelhafte Ernährung, trockene Luft, häufiges Duschen, aggressive Seifen und Medikamente sein. Aber auch Alkohol und Nikotin entziehen der Haut Feuchtigkeit und Fett.

Die trockene Haut neigt zur Bildung von feinen Falten und Hautrissen und gleichzeitig empfinden viel Personen ein unangenehmes Spannungsgefühl, das nach der Behandlung mit herkömmlichen Feuchtigkeitscremes sich nach kurzer Zeit wieder einstellt. Jojobaöl versorgt die Haut den ganzen Tag und bei regelmäßiger Anwendung über einen längeren Zeitraum lagert die Haut mehr Feuchtigkeit ein, sieht straffer und jugendlicher aus.

Die langkettigen Wachsester dringen bis in tiefere Hautschichten ein, binden dort die Feuchtigkeit und fördern die Kollagenproduktion. Auf der Hautoberfläche bildet Jojobawachs einen lang anhaltenden Lipidschutz, der die Feuchtigkeit in der Haut hält und von außen gegen Austrocknung schützt. Kleine Hautrisse heilen ab, der Säureschutzmantel der Haut regeneriert sich. Die mit Feuchtigkeit angereicherte Haut wirkt straffer und elastischer.

Mischhaut

Bei diesem Hauttyp gibt es fettige Hautpartien an der Stirn, der Nase und dem Kinn, während die übrigen Teile eher zu Trockenheit neigen. Da flüssiges Jojobawachs sowohl für trockene als auch fettende Haut geeignet ist, kann es im ganzen Gesicht verteilt werden. An den trockenen Hautstellen dringt das Öl bis in tiefere Hautschichten ein und versorgt sie gut mit Feuchtigkeit.

Bei den fettenden Partien, wo zu viel Sebum (Talg) produziert wird, verbindet sich das Jojobaöl mit dem überschüssigen Hautfett und bildet einen feinen Lipidfilm. Das überschüssige Hautfett kann mit einem Wattebausch entfernt werden. Bei der Anwendung über längere Zeit normalisiert Jojobaöl die Talgproduktion.

Natürlicher Sonnenschutz

Jojobaöl enthält einen natürlichen Sonnenschutzfaktor, LSF 3 - 4. Als alleiniger Sonnenschutz ist das Öl nicht ausreichend, aber als Basis, bzw. Zusatz zu Sonnenschutzcremes wird es wegen der enthaltenen Vitamine A, B und E sowie der Konservierung häufig verwendet.

Auch zur Nachbehandlung nach einem Sonnenbad oder bei Sonnenbrand ist das Öl wegen seiner regenerativen Eigenschaften sehr wirksam.

Jojoba bei Narben

Jojobawachs eignet sich bestens zur Vorbeugung von Narben. Bei entstehenden oder frischen Narben mischen Sie Jojobawachs mit Mandelöl und pflegen die Haut täglich mit einer kleinen Massage, die das Gewebe lockert und durchblutet.

Der sanfte Druck bei der Massage aktiviert den Lymphfluss im Gewebe und verhindert Blockaden. Vor allem nach dem Duschen oder Baden, wenn die Haut und das Narbengewebe weich ist, sollte die Haut gut versorgt werden. Schonende Peelings und Zinksalbe verbessern ebenso die Wundheilung. Lange bestehende, deutlich sichtbaren Narben kann auch Jojoba nur lindern aber nicht komplett beseitigen. Möglicherweise kann ein Hautarzt mit einer Schälkur oder durch Abschleifen das Hautbild verbessern.

Dass es nicht erst zu Narben kommt, sollten Sie bereits während der Wundheilung der Narbenbildung vorbeugen. D.h. die Wundränder sollten täglich vorsichtig mit Jojobaöl massiert werden, um sie weich und elastisch zu erhalten. Wenn sich die Wunde mit Schorf geschlossen hat, können sie auch in diesen Bereich einige Tropfen auftupfen.

In der Schwangerschaft

Dehnungsstreifen oder Schwangerschaftsstreifen, lateinisch “striae cutis”, entstehen,wenn die Haut sich stark ausdehnen muss und nicht über genügend Elastizität verfügt. Im letzten Drittel einer Schwangerschaft muss sich die Haut am Bauch extrem ausdehnen und in den 9 Monaten nach der Geburt sich wieder auf Normalweite zusammenziehen.

Nach einer Schwangerschaft sind davon mehr als 75 % der Frauen betroffen. Gründe hierfür sind sicherlich das Ausmaß des Bauchumfangs sowie genetische Unterschiede in der Beschaffenheit der Haut und der Elastizität des Gewebes.

Entstehung von Dehnungsstreifen

Bei der Entstehung von Dehnungsstreifen werden elastische Hautfasern zerstört, die als kleine Risse im Bindegewebe, zunächst rötlich, später silbrig weiß schimmernd, sichtbar sind. Diese können sich mit der Zeit noch vergrößern und heilen nicht mehr ab. Sie sind gesundheitlich unbedenklich, sehen aber unschön aus. Aber auch nicht schwangere Frauen und Männer können Dehnungsstreifen bekommen, vor allem bei schneller Gewichtszu- oder -abnahme während der Pubertät oder bei intensivem Krafttraining. Wie bei einer Schwangerschaft ist rechtzeitig darauf zu achten, die richtige Hautpflege zu verwenden und damit der Entstehung von Dehnungsstreifen vorzubeugen.

Vermeidung von Dehnungsstreifen

Da Dehnungsstreifen nicht behandelbar sind, ist es umso wichtiger vorzubeugen. Dafür können Sie einiges tun! In der Schwangerschaft weiß der Körper sehr viel genauer, welche Nährstoffe er braucht und welche nicht. Bestimmte Nahrungsmittel erzeugen Heißhunger, manche starke Abneigung. Ihr Körper teilt Ihnen so mit, welche Nährstoffe er gerade benötigt.

  • Essen Sie gesund*So frisch und so naturbelassen wie möglich!
  • Vermeiden Sie Alkohol, Nikotin, Zucker, zu viel Weißmehl!
  • Vermeiden Sie Fastfood!
  • Bewegen Sie sich an der frischen Luft!
  • Nehmen Sie kurze Sonnenbäder!
  • Sorgen Sie für genügend Schlaf!
  • Machen Sie Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser!
  • Massieren Sie Ihre Haut täglich mit natürlichem Jojobaöl!

Reine, native und kaltgepresste Pflanzenöle sind die ideale Pflege vor und während einer Schwangerschaft. Sie enthalten keine chemischen Zusatzstoffe und sind in Ihrer Struktur dem körpereigenen Hautfett sehr ähnlich.

Anwendung bei Dehnungsstreifen

Besonders wertvoll ist für die Zeit der Schwangerschaft das Jojobaöl, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Eigentlich ist es ein flüssiges Wachs, das bei über 7°C flüssig wird. Wegen seiner Struktur aus langkettigen Wachsestern ist es dem menschlichen Hauttalg sehr ähnlich und enthält obendrein noch reichlich Vitamin E und A, sowie Spurenelemente und Nährstoffe.

Es reguliert die Hydrolipidschicht, speichert die körpereigene Feuchtigkeit und aktiviert die Kollagenproduktion. Das kann man meist schon nach einer Woche am Hautbild erkennen: Die Haut ist straffer, elastischer und hat eine weiche, glatte Oberfläche. Es läßt sich sehr gut anwenden, da es schnell einzieht und keinen Ölfilm auf der Haut bildet. Allergien sind bisher nicht bekannt.

Beginnen Sie so früh wie möglich vor einer Schwangerschaft, spätestens ab dem 5. Monat, die Haut am Bauch, an den Brüsten und an den Oberschenkeln täglich mit Jojobaöl zu massieren und auf die Dehnung während der Schwangerschaft vorzubereiten. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Kombination mit Mandelöl eine wirksame Ergänzung zu Jojobaöl ist und sehr effektiv vor Dehnungsstreifen schützt. Mandelöl hat einen hohen Anteil an Ölsäure - es enthält Eisen, Kalzium, Vitamin B, Magnesium und Kalium.

Im letzten Teil der Schwangerschaft können Sie die extreme Überdehnung der Bauchhaut zusätzlich mit einem elastischen Bauchband abschwächen. Manche Frauenärzte empfehlen oder verschreiben das Bauchband auch deshalb, um während einer Schwangerschaft die Zugbelastung auf die Lendenwirbelsäule abzufangen. Massieren Sie Ihren Körper auch noch mindestens 9 Monate nach der Schwangerschaft. Danach genügt es Jojobaöl als Bodylotion, auch gemischt mit anderen Pflegecremes oder Pflanzenölen zu verwenden.

Jojobaöl für Babys

Jojobaöl mit seiner dem Hauttalg ähnlichen Struktur ist für die 5 mal dünnere und sensible Haut von Babys sehr gut geeignet. Als Badezusatz geben Sie 5 - 10 Tropfen ins Badewasser, damit die Haut nicht austrocknet und vor Wundwerden im Windelbereich geschützt ist. Oder verwenden Sie es als Pflege nach dem Bad, zur täglichen Gesichtspflege, vor allem bei kalter Witterung im Winter oder zur Babymassage.

Da Jojoba kein Öl sondern flüssiges Wachs ist, verstopft es die Poren nicht und hilft auch bei geröteter und wunder Haut im Windelbereich. Bei Neurodermitis beruhigt es die Haut und vermeidet Entzündungen durch seine entzündungshemmende, antibakterielle Wirkung. Im letzteren Fall sollten Sie aber vorher auf einer kleinen Hautfläche am Innenarm testen, ob ihr Baby das Öl verträgt oder möglicherweise allergisch auf Jojoba reagiert. Bislang sind keine allergischen Reaktionen auf Jojobaöl nachgewiesen.

Kaufen Sie also gleich eine größere Menge, wenn Sie das Öl für sich und das Baby verwenden. Beim Kauf sollten Sie unbedingt auf die Qualität achten. D.h. die Begriffe “kontrolliert, biologischer Anbau”, “kaltgepresst”, “rein”, “naturbelassen”, “100% Jojobaöl” sollten auf dem Etikett zu finden sein.

Bei Hauterkrankungen

Flüssiges Jojobawachs wirkt effektiv bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen, Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte), da es entzündungshemmend und antibakteriell ist. Es enthält zwar keine antibakteriellen Wirkstoffe, aber es kann von den meisten Mikroorganismen wie Candida albicans, Pseudomonas aeruginosa, Propionibacterium acnes, Staphylococcus aureus usw. nicht verstoffwechselt werden, so dass diese absterben und die Haut abheilen kann. Die langkettigen Wachsester, sind dem menschlichen Hauttalg sehr ähnlich und können sich mit ihm verbinden.

Neurodermitis

Neurodermitis Neurodermitis, eine sehr unangenehme Hauterkrankung, die auch Babys und Kinder treffen kann. Dabei ist die Haut trocken und dünn wie Pergament und mit stark juckenden Ekzemen bedeckt.

Der starke Juckreiz zwingt zu kratzen, was zunächst Erleichterung bringt, aber dann noch stärkeren Juckreiz auslöst. Das führt zu offenen Kratzwunden, die sich entzünden können. Neurodermitis ist zu einem Teil Veranlagung, wird aber zusätzlich durch äußere Faktoren wie Nahrungsmittel, Medikamente, aber auch Stress und seelische Probleme ausgelöst. Bis heute ist noch nicht eindeutig geklärt, ob der Stress durch die Neurodermitis und die juckende Haut ausgelöst wird oder umgekehrt.

Ein Allergietest macht hier Sinn, um die Ursachen für neue Neurodermitisschübe abzustellen. Manchmal genügt es schon die Hauptallergene wie Kuhmilch, Weizen und Zitrusfrüchte zu testen.

In jedem Fall gilt es, die irritierte Haut, die juckenden Ekzeme zu beruhigen und Entzündungen an offenen Hautstellen zu behandeln.

Das flüssige Jojobawachs kann die Haut sehr gut beruhigen, Risse werden durch die Textur des Wachses geschlossen. Die pergamentartige Haut erhält zusätzliche Elastizität und Spannkraft und reißt nicht mehr so leicht. Kratzwunden und Ekzempusteln heilen ab, Hautkeime werden durch die Omega-9-Säure ausgehungert, Entzündungen werden verhindert. Die Kollagenbildung wird aktiviert und die Hautzellen durch die enthaltenen Tocopherole regeneriert.

Bei der Anwendung ist es wichtig Jojobawachs nur mit einer Hand vorsichtig in kleinen kreisenden Bewegungen aufzutragen ohne an der Haut zu zerren, um keine neuen Hautrisse zu verursachen. Bei sehr starker Ausprägung kann die Haut anschließend mit sterilen Mullbinden abgedeckt werden. Ansonsten sollte Baumwollkleidung getragen werden. Kunstfasern oder Wolle verlieren kleine Fasern, die in den offenen Hautstellen verkleben und noch mehr Juckreiz auslösen.

Psoriasis

Psoriasis ist eine weit verbreitete, nicht ansteckende Krankheit - ca. zwei Millionen Menschen leiden an dieser chronisch-entzündlichen Hauterkrankung. Meist ist eine genetische Veranlagung der Grund für Psoriasis, aber sie braucht einen Auslöser wie z.B. eine psychische Krise oder Stress um sichtbar zu werden. Dann greift die Immunabwehr des Körpers eigenes Hautgewebe an und täuscht so eine Entzündung vor. Der Körper bildet vermehrt und in kürzerer Zeit neue Hautzellen, die sich an der Hautoberfläche übereinander schichten und Schuppen bilden, die teilweise verhornen und trocken und rissig werden. Die vermehrten Hautschuppen und die Verhornungen an der Hautoberfläche lösen starken Juckreiz aus, der Kratzen unvermeidbar macht und in der Folge zu offenen Hautstellen führt.

Das flüssige Jojobawachs kann zwar die Psoriasis nicht heilen, aber es lindert die Beschwerden, indem es die trockene, juckende Haut mit Feuchtigkeit versorgt und die verhornten und verkrusteten Hautstellen aufweicht. Die Hautoberfläche wird so wieder elastischer und weicher. Es beruhigt gerötete und sehr trockene Hautpartien. Seine antiinflammatorische und antiseptische Wirkung hilft Entzündungen zu heilen und neue zu verhindern. Es ersetzt den anfangs fehlenden Talg, der durch die verhornten Hautzellen nicht mehr an die Hautoberfläche gelangt. Die Talgproduktion kann sich wieder normalisieren und den schützenden Lipidfilm auf der Haut bilden.